jetzt, genau jetzt stecken wir mittendrin
Wie bei einer Geburt wechseln Weite/ Entspannung und Kontraktion/Enge einander ab. Du fühlst Entspannung, Klarheit, deine wahre Größe und all die Freude. Dann wieder Enge, das Zurückfallen in Kleinheit, Ohnmacht, Abtrennung. Alte Emotionen, Gewohnheiten, Denkmuster saugen dich ein, kapern dich sehr laut. Sie übernehmen gefühlt Kontrolle ÜBER dich, der du wie bisher nur Kontrolle entgegensetzen möchtest.
Kannst du widerstehen?
Bist du bereit, diese überholten alten Reaktionen zu Sehen und zu Fühlen? Fühlen und erkennen sind Schlüssel, doch anders als gewohnt. Kannst du anerkennen, dass all diese Gedanken, Emotionen, Gewohnheiten dich lange begleitet haben – vor allem aus dem Grund, weil du nicht anders sehen, fühlen, wahrnehmen konntest?
Du kannst nur das begreifen, sehen, erkennen was deine Bewusstheit dir ermöglicht, was du dir vorstellen kannst, wofür deine Wahrnehmung offen ist. Wieviel NEU, wieviel ganz anders als gewohnt ist dir möglich?
Kannst du anerkennen, dass du kein Opfer bist und bleiben musst, dass du nicht mehr reagieren musst, dass es nichts zu tun gibt? Die Lösung ist so naheliegend und so viel einfacher als du meinst. Und doch so schwer, solange wir sie nicht erkennen oder zulassen können: Es sein lassen, anerkennen und gleichzeitig in dir verstehen, dass all die Emotionen, die du fühlst, die Gedanken, die du denkst, all die Ausweglosigkeit, all die Mangelzustände und Ohnmacht Situationen, all die Ideen, mit denen du dich klein und machtlos machst nur das sind, was sie sind: Denkmuster, Wiederholungen und Geschichten, die du nun ablegen kannst. Die du nicht mehr brauchst, weil du weißt, wer du in Wahrheit bist. Dies geschieht in diesem Moment, IN DEM du sie fühlst und siehst. In DIESEM Moment, in dem du gleichzeitig deine Größe in dir spürst und dich durch sie hindurch liebst.
Meist dann, wenn die Kraft der Ohnmachts-Welle etwas nachlässt, du in der Enge wieder atmen kannst und erneute Ausdehnung beginnt. Dann, wenn du deine Präsenz erinnerst, gleichzeitig atmest, dein Herz öffnest für dich und deine wahre Größe.
Wieviel Heilung ist also wirklich noch nötig, was musst du noch suchen, wissen? Was willst du noch erklären, erlösen, verändern? Was geschähe, wenn du aus dem Heilungmodus mit dem Ziel, irgendwann einmal…, wenn ich, dann… erlöst, in der Liebe, heil bin, aussteigen würdest?
Wer und was bist du, wenn du „nur“ in deiner Präsenz, im jetzigen Moment ruhst?
Hier bist du bereits vollkommen. Du kannst es fühlen. Du musst hier nichts tun, beschleunigen, verbessern, festhalten. Du BIST.
Nimm dir Zeit – für deine Phasen von Entspannung und auch für die Kontraktionen. Nichts und niemand treibt dich an. Eine Geburt dauert. Jede Phase bringt Fortschritt. Es geht nicht schneller, wenn du drängst. Du kannst auch nichts halten oder vermeiden. Du bist mittendrin. Erkenne es. Bleibe nicht im Geburtsprozess an den einengenden alten Zuständen hängen, nur weil du sie kennst und das Unbekannte noch nicht. Gib ihnen nicht mehr (wie früher) so viel Aufmerksamkeit durch Denken, Überlegen und der Suche nach Lösungen. Gib ihnen nicht mehr Zeit und Raum, als den, der ganz natürlich für das Loslösen dieser alten Erinnerungen und Geschichten nötig ist. Es reicht, wenn du sie erkennst und sein lässt. Du musst nicht wissen, warum und weshalb, nicht mehr deine Energie auf das Kleingedruckte oder Wiederholungen verwenden. Darum geht es längst nicht mehr. Bei einer Geburt übernimmt letztendlich immer eine höhere Macht. Dein größeres Sein bestimmt, wann eine Wehe kommt und wie lange sie dauert. Jede Wehe bringt neue Weite, Fortschritt, dich der vollständigen Öffnung näher. Ab einem bestimmten Zeitpunkt kannst du dich nur noch hingeben. Die nächste Phase von Entspannung und größerer Bewusstheit ist immer schon bereit dich zu empfangen. Du wirst staunen, wieviel weiser und gelassener du wirst von mal zu mal. Du beginnst immer mehr, das größere Bild zu erkennen, dich in deiner neuen Frequenz zu spüren. Ermögliche dir also selbst eine vollkommen neue Weichheit und Empfangsbereitschaft. Für das, was jetzt wirklich wichtig ist: Du selbst und deine neue Frequenz.
Es ist alles eine Frage des Bewusstseins, deiner Bewusstheit mit dir und jedem Moment – wie du dich, deine Welt, dein Leben siehst. Schaust du aus dem kleinen Ich, das noch bedürftig ist, noch heilen muss – dann siehst vor allem woran es dir mangelt, wo du unperfekt bist, was du alles noch loslassen musst, vervollkommnen musst, all die Negativität um dich herum… Oder du schaust aus deinem hochfrequenten, immerwährenden und vollständigen Seins- Zustand? In dieser Qualität kannst du dich ganz leicht und liebend in den Arm nehmen. Du erkennst deinen Kampf – den Kampf des kleinen Ich, sein Wollen, seine Suche und wie es sich selbst davon abhält, in Wahrheit zu SEIN. Das, wonach du wirklich suchst, bist du letztendlich immer selbst in deiner Vollkommenheit, in all deiner Liebe- in deinem Sein. Je mehr du suchst, desto mehr beschäftigst du dein kleines Ich und lenkst deinen Fokus in all die vergangenen Themen, die dich deine Größe nicht erkennen lassen können. Du lenkst dich ab. Warum vermeidest du dich noch? Du bist unvermeidbar. Deine Präsenz in Ruhe und in deiner wahren Größe, die du bist, findest du nicht im Suchen, im Heilen, im Tun „um zu“. Du findest sie, wenn du alles SEIN lässt. Im Atem, in innerer ruhiger Präsenz, in der Weichheit und Öffnung für ALLES was ist.
Wenn du in dieser Präsenz bist – also in deinen mehr oder weniger langen Entspannung Zuständen dieser Geburt – In diesen Zuständen, die meist noch vorübergehend sind, weißt du einfach. Hier fühlst du dich sicher und groß und bist souverän. Erhaben über die Kleinheit in dir und die Enge um dich herum. Dehn dich hierin aus – immer wenn du kannst und auch dann, wenn du meinst es nicht zu können. Dieses Feld ist immer- du bist es immer.
Das kleine Ich, das Ego darf sich einfügen und das große Sein, dein wahres, großes Ich übernimmt.
Das IST deine Geburt. Nichts stirbt und geht verloren. Es ist eine Wandlung. Eine Wandlung in mehr Bewusstheit. Und damit der Übergang in ein neues DA-Sein, in eine Größe, die du bisher nur erahnen, ersehnen konntest, die dich nun von mal zu mal in deinem Tempo immer tiefer, weiter und öfter erfüllt. Du verlässt dein bekanntes und „sicheres“ Leben, eben WEIL du jetzt in die Lage kommst und beginnst, alles anders zu sehen und wahrzunehmen.
Und noch einmal: Ja, dabei hast du immer wieder diese Phasen der Kontraktion, der Enge – du bist ängstlich, besorgt, weißt nicht weiter. Das Einzige, an dem du festhalten kannst, was dir Halt gibt, sind dann vielleicht noch vorübergehend deine gewohnten Gedanken, Sichtweisen, Glaubenssätze, Themen… Hier gehts du immer wieder durch, musst du hindurch. Aber denk daran: du musst nicht mehr daran kleben bleiben und verweilen. Suche nicht mehr deine Fehler, „bearbeite“ nicht mehr deine Themen, bleibe also nicht in den alten Gewohnheiten stecken, heilen zu „müssen“, was immer heil ist. Erkenne die alten Muster aus Reagieren, Bewerten, Verurteilen, Zweifel. Erkenne sie und richte dich über sie hinaus, durch sie hindurch in deine wahre Größe.
Immer wieder. Ziehe deine Aufmerksamkeit aus Destruktivität und Mangel, aus Manipulativen Energien ab, auch von Heilsbringern im Außen. Richte dich immer wieder auf das aus, was dich wirklich nährt und erfüllt. Sieh die Schönheit in dir und um um dich herum. Fühl die Freude. Fühl die Liebe und Größe IN DIR.
Du bist dabei, in dein neues Bewusstseins- Level geboren zu werden. Unwiderruflich.
Es ist unvermeidlich- du bist in deiner wahren Macht unvermeidlich.
Sei bereit, es zu sehen, anzuerkennen und ganz entspannt zu SEIN.
Richte dich ganz auf dich, deine neuen Räume und Wahrnehmungen aus – auf das, was sich neu zeigt. Schenke ihnen deine volle Aufmerksamkeit und Energie. Träume ganz neu- empfange aus deiner neuen Frequenz deine ganz neuen Ideen, Visionen und Schritte. So bringst du dich mit deiner neuen Frequenz ganz frei und authentisch in einen völlig neuen Ausdruck. Du verkörperst dich neu und deine Realität verändert sich mit dir.
Jeanett Amberger
