August 2026 – Perspektivwechsel

Eine neue Perspektive  ist eine neue An-Sicht und Ein- Sicht. Sie bringt immer neue Weite und Ausdehnung. Es kommt Bewegung in bisherige Annahmen, Überzeugungen und Gedanken. Die Wahrnehmung von dir, deinem Leben, deinem Umfeld kann sich grundlegend ändern- vielleicht stellt die Perspektive alles auf den Kopf, was du bisher glaubtest. Ganz sicher zeigt sie dir eine neue Freiheit und auch, wo du gerade stehst. Wenn sich eine neue Perspektive einstellt oder du eine andere Perspektive einnimmst, dann bemerkst sehr bald, dass sich viele neue Erkenntnisse in verschiedensten Lebensbereichen ergeben und du beginnst, klarer zu sehen. Puzzleteile, die längst bereit für ihren Platz waren, fügen sich wie von Allein zueinander zu einem größeren Bild.

Bin ich bereit , eine neue Perspektive einzunehmen?

Habe ich eine neue Perspektive auf eine Situation, Beziehung, ein Ereignis, mein eigenes Leben – dann zeigt das eindeutig meine eigene Veränderung, meine Souveränität, die bereits ist. Sonst hätte ich ja gar keine neue Perspektive darauf. Wie ein Wanderer, der den Berg bestiegen hat und nun eine andere Aussicht hat.

Der Knebel eigener Kontrolle hat sich also schon etwas gelockert, wenn du neue AN- und Einsichten hast. Gleichzeitig gibt eine neue Perspektive die Möglichkeit, noch offener, freier zu werden.

Mehr Offenheit und weniger Klammern am Vertrauten, Gewohnten – bereit sein für NEU sind dann wiederum Schubkräfte für neue Perspektiven..

Je mehr ich mir neue Perspektiven erlaube, desto mehr kann ich sehen und wird mir meine neue Sicht bewusst. Ich kann mich noch freier und leichter öffnen für meine Wahrheit. Ich kann meine Angst loslassen, mich mit Veränderung zu verlieren. Ich kann meine Überzeugungen erkennen und prüfen, ob sie noch Relevanz für mich haben. Ich komme mit dieser neuen Sichtweise und Ein- Sicht noch mehr bei mir selbst an. 

Früher habe ich meine Überzeugungen festgehalten und verteidigt, weil ich glaubte, sie wären ich.

Diese alte Gewohnheit von Aufregung in mir greift hin und wieder noch nach mir, so dass ich recht behalten will, dass sich mein kleines Ich überfahren oder gezwungen fühlt. Vor allem, wenn eine manipulative, fordernde Energie nach mir greift. In Situationen, Begegnungen oder durch Gesetze und Zwänge. Dann re- agiere ich noch. Kehre in die kleine Perspektive zurück. Ein Automatismus, den ich durchschaut habe und abwähle. Gleichzeitig auch eine Übung, ein Überprüfer. Wie frei bin ich, wo habe ich mich verlassen? Wo meine ich mich schützen zu müssen?

Ich glaube nicht wirklich mehr, ich wäre zu klein, zu arm, zu abhängig….

Widerstand – und meine neue Perspektive

Auch auf den Widerstand, der sich da in mir regt, habe ich nun eine neue Perspektive. Wo ich früher den Widerstand in mir in persönlichen Begegnungen fast mit schlechtem Gewissen erfuhr oder er mich in bestimmten Situationen irgendwie überrollte, erkenne ich meinen Widerstand nun als Teil meines NEINS an. Er schützt mich. Er gehört zu meinem Nein zu all dem, was mich ungefragt kapern will. Was ich früher so oft zuließ, weil ich mir keinen echten Widerstand erlaubte. Dieses echte, wahrhaftige Nein ist mir durch Erziehung irgendwie abhanden gekommen. Diese Art von Schutz meiner Souveränität war in meiner tiefsten Überzeugung nicht Teil meiner Person und der Idee von MIR. Ich war brav, folgsam und übte Hingabe, die ich nie erreichte, fühlte, und wahrscheinlich auch nicht ausstrahlte :-). Weil mein innerer Widerstand nicht da sein durfte. Diese Unterdrückung IN mir ließ den Widerstand im Gegenteil sehr laut werden. Widerstand gegen alles mögliche- aber vor allem gegen mich selbst als Widerständler. Nur DAS konnte ich aus meiner „Licht und Liebe“ und „Hingabe ist nur ohne Widerstand“ Perspektive nicht sehen. Widerstand für das Gute, für Andere, gegen das „BÖSE“ da draußen – ja. Denn das ist gut und richtig. Doch ICH? Ich bin doch offen, ich bin doch Akzeptanz, ich bin immer freundlich… doch leider eben auch ohne wahrhaftigen Widerstand gegen alles Fremde, dass für mich nicht gut war, dass gar nicht zu mir passte.

Tja, mit Widerstand in Wahrheit – nämlich als klares Nein an alles, was an mir zerren und reißen will, sich von mir nähren will, mich klein oder in Abhängigkeiten hält, sehe ich nun auch wieder neu auf mich selbst und mein Denken, mein Verbiegen, meine zum Teil schwammige Haltung. Jetzt bin ich eindeutiger, wähle klar und bewusst und erkenne Widerstand in mir als natürlichen Schutz meiner Souveränität und meiner einzigartigen Energie und Frequenz. 

Wenn sich jetzt Widerstand in mir regt, dann ist da ein AHA, ich verbinde mich mit meiner Quelle in mir und lass mein Licht strahlen. 

Mehr braucht es nicht.

Neue Perspektive. Neue Souveränität.

 

Neue Perspektiven durch echte offene Begegnung

Jedes Gespräch, jede Begegnung, jede Situation gibt mir die Chance auf neue Perspektiven. 

Da jeder einzigartig ist, eine eigene Ansicht und Einsicht hat, kann vor allem eine echte offene Begegnung auf Augenhöhe Bereicherung sein für mich, eine neue Sichtweise ermöglichen und mich inspirieren. Vielleicht denke ich dann nur „Ach so – das geht auch“ oder ich verändere meine  eigene Überzeugung oder Meinung, weil ich jetzt mehr Einblick habe. Oder ich kann noch größer, weiter, vertrauter  mit mir sein. Weil ich Unterstützung durch eine neue Sicht auf mich und mein Erleben erfahre. So oder so entsteht Bewegung und eine Neuordnung in diesem Miteinander. 

„Schwierigere“ Begegnungen sind immer wieder Überprüfer, Übungen für Offenheit. Besonders, wenn gegenteilige Ansichten erwartet werden oder tatsächlich aufeinandertreffen. Wie offen kann ich bleiben, will ich noch rechtfertigen, erklären, beeindrucken, still werden, reagieren? Oder gelingt mir Offenheit, Zuwendung und Agieren statt reagieren? Kann ich souverän bei mir und gleichzeitig offen bleiben? Das eine schließt das andere nicht aus. Ganz im Gegenteil.

Ich glaube, das ist das Schwerste von allem. Wir sind sehr konditioniert. Auf Trennung, Abwehr, Verteidigen etc.

Und wenn du auf diese Energien triffst, dann fühle deinen Widerstand, der dich darauf hinweist und öffne dich für deine Quelle IN DIR. Gib dir Raum. Ganz sicher musst du auch nicht alles aushalten. Die Situation verlassen wäre kein Nachgeben, sondern ist ein JA zu dir.

Bist du verankert in dir, souverän, klar und aufrecht, dann kannst du allem begegnen, alles in dir fühlen und dennoch klar unterscheiden und in deiner Wahrheit stehen.

 

Neue Perspektive auf mich – auf mein Leben und auf die „Welt“.

Voll und ganz in meinem NEU zu sein und zu bleiben – mit meiner neuen Perspektive auf mich und die Welt ist der Beginn einer neuen Welt. Mein Neu empfange und erfahre ich nur in der tiefen Verbindung zu mir selbst, zu meinem hohen Selbst, meinem kosmischen Bewusstsein und all dem, was ich BIN. Gleichzeitig mit dem ICH als Mensch genau HIER-  in dieser Familie, in dieser Stadt, in Deutschland, in Europa, auf der Erde…

Aus dieser Perspektive ist vieles klarer, freier und friedvoller. Hier bleibe ich. Mit meinem Körper, meinen Gedanken, meinem Fühlen, meiner Präsenz. Ich bin HIER und darüber hinaus so viel mehr. Ich schau nicht mehr ständig zurück, vergleiche nicht mehr mit Gewohntem, arbeite mich nicht mehr an alten Geschichten ab, die mich vom Neu ablenken oder zumüllen mit altem Denken und Fühlen, lenke mich selbst nicht mehr ab von mir und dem vollkommen HIER sein.

Einsichtig und ausgerichtet auf all das, was ich wirklich IN MIR fühle, weiß und wähle, erkenne ich all das wunderbare, was ja schon ist. All die Veränderungen, Verwandlungen und was immer schon da war und mir nur nicht auffiel, weil ich so viel zu TUN hatte…

Vor allem all die Freude, die Liebe, das Mitgespür, der Frieden IN MIR. 

Diese neue Perspektive auf mich ist gleichzeitig die Perspektive durch mich, die sich wie eine Welle in die Welt und in unser Kollektiv hinein ausbreitet.

Also bin ICH die Quelle meiner Liebe, meines Friedens und der Freude und somit der Welt. ICH bin lebendig und frei. Ich höre, sehe und fühle IN MIR und vertraue dem, was ich hier empfange und weiß. 

 

Neue Perspektive auf  Jin Shin Jyutsu

Die vollständige Zuwendung, Wahl und Annahme meines wahren Wesens (auch wenn ich es nicht ganz erfassen und schon gar nicht verstehen kann) zeigt sich in dem Gefühl, der Wahrnehmung und einer tiefen Gewissheit in mir, dass ich multidimensional, außerordentlich ausgedehnt, überaus mächtig und mit unendlichen Fähigkeiten und Potential ausgestattet bin. 

Alles, was in mir erfahren wird, das heißt, alles, was ich als Mensch als Bestandteil dieser großen Seele, Bewusstseinseinheit erfahre, sehe, nutze, dient dem Erkennen und dem Ausdruck der Seele in einem bestimmten Kontext. Nichts existiert außerhalb von mir, wenn ich es sehen und erkennen kann, sondern ist ein Teil IN mir, der mir zu einer bestimmten Zeit dafür dient, zu Selbsterkenntnis zu gelangen, Schöpferkraft zu aktivieren und nutzen. 

Mein Perspektivwechsel:

Eines Morgens bin ich aufgewacht und wusste plötzlich, dass nicht ich IM Jin Shin Jyutsu agiere und erfahre, lerne, sondern dass Jin Shin Jyutsu IN mir ist, eine Kunst, die ich nutze. Auf die ich zu greifen kann zur Unterstützung von Erkenntnis, Gesundheit, Genuss und Präsenz. Wobei die Bedeutung und Signifikanz mit dem Grad von Bewusstwerdung ganz natürlich sinkt. Mir dient Jin Shin Jyutsu zur Vermittlung von Inhalten, dem tatsächlichen Erfahren von Einheit in der Verbindung von Körper, Geist, Seele, dem Erkennen und Lösen von Projekten, Symptomen… auf vielen Ebenen also. 

Nicht ohne Grund bin ich also der Kunst des Jin Shin Jyutsu begegnet, dem Weg der anderen vielen vor mir und mit mir gefolgt und habe mich selbst und andere Menschen und Tiere bisher damit begleitet.

Nun bin ich freier im Umgang mit dieser überaus wertvollen Kunst. Ich unterstütze mich und andere im Wissen, dass ich es nicht brauche und erst recht nicht um zu – aber in der Gewissheit, dass es eine Art der Hinwendung zur Quelle IN mir ist, die überaus liebevoll und kraftvoll wirkt.

Eine Hinwendung, die offen lässt, Bewegung und höchste innere Ordnung initiiert, die frei gibt und Verbindung zum eigenen Wesen und göttlichen IN mir schafft. So leicht, so einfach, so achtsam.

 

Perspektive und Kreativität

Kreativität lebt von und mit stetig NEU, dem Wechsel von Perspektiven und neuen Kombinationen von Alt/ Neu, Bekannt/ Unbekannt…

Die Perspektive immer wieder zu wechseln und vorher selbst nicht zu wissen, was da auf der Leinwand in Wechselwirkung vom Fließen der Farben, meinen Ideen, Eingriffen und Perspektiven auf das Bild entsteht, ist immer wieder sehr spannend und zeigt mir, wieviel NEU mir zugänglich ist, was ich wie neu sehen kann, wieviel Freiheit ich mir erlaube und wieviel Vertrauen ich habe… Wie oft dachte ich: Oh nein, das wird gar nichts, was soll das werden, ich habe es verkackt, ich weiß nichts, oh es wird ganz anders….

Und dann ist immer etwas entstanden. Mal früher, mal später, wenn es mehr Zeit und noch einmal eine andere Sicht und Perspektive brauchte…

Freies intuitives Malen ist eine sehr gute Möglichkeit eine Perspektivwechsel zu üben…

Es gibt so viele Beispiele, in denen der Wechsel von  Perspektiven und deine neue Sichtweise, Offenheit so viel offenbart, dass vorher verborgen war. Es ist magisch. Wo Schaust du neu? Sich das bewusst zu machen bringt so viel in Bewegung…. Ich wünsch dir viele wunderbare Einsichten und Entfaltung in dein Neu.

 

Jeanett Amberger

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