Juni 2022 – Du bist vollkommen

 

Du bist vollkommen

Seit einigen Wochen habe ich das Gefühl von Leere, nichts wollen und eine große Abneigung gegen jegliches „müssen“ in mir. Es fühlt sich ungewohnt an für mich als „Macher“ eben nicht wirklich etwas machen oder irgendwo hin zu wollen. Ich kreiste irgendwie um mich selbst und spürte trotz allem, das dies ein wichtiger Schritt des Beendens, Integrierens und Neu Werdens ist. Es „wandelt“ sich. Etwas verändert sich monumental. Mein Körper zog mit und war die letzten Wochen sehr verspannt. Eine tiefe Erschöpfung machte sich in mir breit. Ich hatte das Gefühl, dass sich jahrelang angesammeltes Nichtnachgeben, Anstrengung und Kampf nun lösen darf und ich einfach viel Erholung brauche. Eine Woche akuter „Rücken“ waren der Höhepunkt. Nichts ging mehr. Zwangspause. Es war genug. Ich hatte auch „keine Lust auf gar nichts“ und wollte nur Ruhe.

Das auszuhalten war trotzdem eine echte Herausforderung für mich:                                                                      Früher hatte ich diese Phasen immer mit noch mehr Tun, neuen Zielen und Wünschen ausgefüllt, um dieses leere Gefühl zu umgehen und mich selbst zu spüren – im Tun. Und vor allem: um nicht die Kontrolle und Sicherheit zu verlieren und womöglich im willenlosen Nichts zu versinken – als Nichts. So wie die letzten Wochen  und jetzt gerade. Schutzmechanismen. Sehr anstrengend und energieraubend.

Jetzt (nach Wochen der Resignation, Willenlosigkeit und fehlendem Antrieb)) hat sich einiges sortiert in mir – dazu bekam ich von meinem geistigen Team, meinem Höheren Selbst (oder wem auch immer) nun noch wichtige Informationen zugespielt. So langsam breche ich durch zum Kernpunkt meines Prozesses, meiner Suche nach Freiheit, meinem Drang, das „Dahinter“ zu verstehen und zu erkennen wer/ was ich bin und was ich wirklich, wirklich möchte in diesem Leben. 

Und was soll ich sagen- Ich will eigentlich nichts mehr, habe wenig Wünsche, fühl mich frei, habe keine Angst (abgesehen von den natürlichen Schutzängsten) und erfahre mich als viel größer und unbegrenzter als ich mich bisher „erdenken“ konnte.

Salvador sagt in seinem Buch „Ohne Worte“ im Kapitel 8 in etwas so:

„Du bist vollkommen, du bist heil. UND: Alles, was du tust, um heil zu werden hält dich in der Illusion du wärest es nicht.“

Warum lese ich das also gerade jetzt?

Lange lag das Buch zum lesen bereit – ich trug es von Zimmer zu Zimmer und deponierte es sichtbar als Ansporn, weiterzulesen. Dieses Kapitel 8 wartete also auf mich. Und jetzt ist es eines der Schlüsselmomente für ein ganz neues Verständnis. Letztes Jahr hätte ich das wohl gelesen und auch irgendwie erfasst. Aber jetzt ist es eben ein Schlüssel für genau diesen Prozess der „Erweiterung“, in dem ich momentan stehe.

Du bist vollkommen und heil. Immer. Ewig. 

Das ist also die Quintessenz meiner Suche – die Tatsache, die es anzuerkennen und zu erfahren gilt. 

WOW – so bekommt das was ich fühle und erfahre einen tieferen Sinn.

Ich bin bereits heil und vollkommen- allein mein Verstand, mein Ego und meine Angst gaukeln mir vor, dass es nicht so wäre. Ich bin bereits voll- ständig und stehe also da mit allem was ich brauchte, wollte und anstrebte.

Es geht IMMER um deine Wahrnehmung und deinen Fokus. Das habe ich bisher schon irgendwie gewusst und auch irgendwie kommuniziert, aber nun vervollständigt sich dieses Wissen durch die Erfahrung, das Fühlen dieser Tatsache und die Gewissheit.

Diese fundamentale Erkenntnis breitet sich also gerade immer mehr in meinem Kopf, Herz, in meinem ganzen Wesen samt Körper aus… Das ist also dieses ungewohnte Gefühl, dieses nicht wissen nicht wollen…und doch das Spüren von einem Sein, das viel größer ist…

Denn 

Wenn du also schon vollkommen bist- dann musst du nirgends mehr hin, nichts mehr erreichen, um heil zu werden. Du hast allein die Aufgabe, all deine Illusionen dieser Abtrennung von dieser Realität der Vollkommenheit zu erkennen. Du kannst sie durchleuchten und als Erfahrung deines Seins erkennen. Du kannst dich an diese Erfahrungen hingeben oder diese beenden. Es ist immer eine Entscheidung, wie du SEIN möchtest oder welche Erfahrung du noch machen möchtest. Mit dieser Erfahrung der Vollkommenheit bist du ganz und gar frei für diese Entscheidung. Du kannst vollkommen vertrauen und dich hingeben an das was ist.

Jegliche Intension, Motivation -für was auch immer – ändert sich so schlagartig.

Diese Erkenntnis ist momentan der weiteste der Räume, in dem ich klingen, schwingen, mich erfahren konnte. Ein wunderbares, entspannendes, entlastendes, freies und freudiges Gefühl kann sich so immer mehr in mir verankern.

Ich bin frei – denn ich bin vollkommen und heil. 

Ich bin fließendes reines Bewusstsein, ich bin Liebe.

Danke an meine Seelenfamilie, mein höheres Selbst für die Führung und – ja- auch Danke an mein EgoIch für all die Erfahrungen, die ich hier mache.

 

In Liebe und Vollständigkeit, Jeanett Amberger

 

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