Oktober 2021 – Liebst du dich selbst?

Liebst du dich schon oder wartest du noch auf eine passende Gelegenheit?

Hast du einen liebevolles Gefühl zu dir?  Ja? Nein? Bist du dir wert oder „gut“ genug?

Selbstliebe bedeutet Akzeptanz und dass du mit dir im Reinen bist. Du kannst alles anschauen was da ist und was zu dir gehört. ALLES. Auch das, was du nicht so magst an dir. Auch das, was du noch immer verstecken willst vor dir und den anderen. Auch das, was du auf andere projizierst, weil du Angst hast davor, weil du dich dafür schämst oder damit du es nicht fühlen musst. 

Selbstliebe bedeutet eben nicht nur, Gutes für sich zu tun und sich wert sein, Urlaub zu machen und sich eine Massage zu gönnen oder Nein zu sagen. Echte Liebe ist bedingungslos. Sie bedeutet Akzeptanz und Offenheit und Hingabe an das was ist. Sie erwartet nicht und verlangt nicht, sie ist einfach. Fließendes Sein. Und das schließt natürlich dich mit ein. 

Wenn du dich selbst liebst, erwartest du nichts mehr von dir, um dich lieben zu dürfen – du musst nicht jemand anderes sein- du nimmst dich selbst an wie du bist. Bewertest und verurteilst dich nicht selbst. 

Und ja – du darfst tatsächlich so wichtig sein für dich, dass du dich um dich selbst kümmerst und dich liebst.

Du bist die Sonne deines eigenen kleinen Universums.

Wenn du dich für die Selbstliebe öffnest, betrittst du auch den Raum der Eigenverantwortung und Selbstermächtigung. Du handelst einer inneren Wahrheit und Ethik folgend und orientierst dich daran, was für dich in jedem Jetzt richtig ist. Du solltest nicht in einer Rolle hängen bleiben, in einem Leben verharren, das nicht deines oder zu eng geworden ist. Egal welche Ängste dich hindern, welche Vorteile du daraus ziehen magst oder was andere denken könnten.

Um dich lieben zu dürfen, musst du nichts mehr tun oder erreichen. Gar nichts. Du musst nur sein wie du bist und wer du bist. In Akzeptanz, Offenheit und Ehrlichkeit mit dir, bei dir sein- für dich einstehen – dir selbst vertrauen – dich nicht verraten. Wenn es dir gut geht und du von dir selbst geliebt bist, wirst du sehr viel entspannter und liebevoller in allen Beziehungen werden.

Vielleicht formt sich bei dir im Kopf jetzt die Frage: Und wie schaffe ich das? Wie schaffe ich es, mich zu akzeptieren und zu lieben?

Dieser Weg ist nicht immer einfach: Zum einen, weil es vielleicht ungewohnt ist, sich überhaupt diesem Thema zu widmen. Zum anderen, weil Glaubenssätze und Vorstellungen wie „ich darf doch nicht egoistisch sein“ und ähnliche meist noch diese selbstverständliche Liebe klein halten. Verurteile dich nicht, wenn du immer wieder „hängen bleibst“ in diesen alten Denkstrukturen. ALLES, was du in dir erkennst und anerkennen lernst, wird dich um so mehr in deine Selbstliebe bringen. Denn alles ist ein Weg, ein Prozess, der dich immer offener, freier und liebender werden lässt. Es geht eben um diese Erfahrungen, die du auf dieser Reise machen kannst. Sie lassen dich zu dem Menschen heranreifen, der du bist und der sich genau deshalb aus tiefstem Herzen liebt. 

Bis es soweit ist, fallen dir sicher noch 100 Dinge ein, die nicht so toll sind, wie du sie gerne hättest, wo du nicht perfekt bist:  zu dick, zu dünn, zu dumm, zu arm, zu schrill, zu unbedeutend…. zu was auch immer.

Aber wer bewertet und beurteilt dich? Wer bestimmt, was richtig und schön und genug wäre?

Hier die sicher nicht überraschende Antwort: 

Es sind allein deine eigenen Gedanken und Bewertungen. Es ist die Angst vor deiner Größe und dem Überschreiten von Grenzen.

Es ist deine getrübte, von Nicht- Selbstliebe geprägte Selbstwahrnehmung.

Hier eine kleine Geschichte dazu: 

Im letzten Kontemplations- Seminar ( 1 Woche Schweigen und viele Meditationen) habe ich „nichts“ getan – ausser in  der Stille zu sein und in das Jetzt einzutauchen.  So wie es mir gerade jeweils möglich war – ohne Ziel, ohne Aufgabe und ohne Not. Das einzige Anliegen war es, präsent da zu sein – mit mir und in mir. Frei von äußeren Einflüssen wie Medien jeglicher Art, Notwendigkeiten, Erwartungen. Diese Tage des Nicht -wollens, nicht Tun- müssens und des „Mit Mir seins“ haben mir eine völlig andere Selbst- Wahrnehmung beschert, die sich von meiner alltäglichen deutlich unterschied. Ich habe tief in mir so viel Freude und Selbstliebe gefunden wie schon lange nicht mehr. Alles erschien mir ganz selbstverständlich, leicht, frei und möglich. Es war eine wundervolle Erinnerung von meinem Selbst an mich, wer ich eigentlich bin. Ich sollte wohl auch prüfen, wie ich mich selbst wahrnehme und über mich denke und grundsätzlich wieder Anpassungen vornehmen, die längst fällig waren.

Es geht also darum, immer wieder einmal Schicht um Schicht abzulegen: fremde oder eigene Interpretationen, Vorstellungen, Konzepte, Erwartungen, Gewohnheiten, Ängste … um dann zum eigentlichen Wesen unseres Selbst vorzudringen. Wer du bist, kannst du hier in dir selbst fühlen und erfahren. Das kann dir niemand sagen. Du könntest dich  immer wieder in dir verankern und angebunden an das eigene Sein dich selbst neu sehen lernen. Ohne dich aus deinen Vorstellungen und Konzepten heraus bewerten zu müssen. In dieser tiefen Verbundenheit mit dir selbst, aus dieser neuen SELBST – Wahrnehmung  und inneren Stärke heraus kannst du lernen, dich in deiner ganzen Größe  in deiner Einzigartigkeit zu sehen, mit dir eiunverstanden zu sein, dich zu lieben wie du bist.

Meditation und immer mal wieder ein Rückzug mit mir selbst sind da für mich sehr hilfreich gewesen. Vielleicht hast du ja noch eine andere Idee, einen anderen Zugang um deine Selbstwahrnehmung gerade zu rücken und dich selbst zu lieben?

 

in stetig wachsender Selbstliebe, Jeanett Amberger

 

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