Februar 2022 – Kennst du deine Challenge?

Welches Thema begegnet dir immer wieder? Wo fühlst du dich begrenzt? Wann regst du dich gern auf? Wann fühlst du dich verletzt? Wo fühlst du dich klein und hilflos? Fühlst du dich manchmal festgefahren in einem Konzept- eingesperrt in einen zu engen Raum aus Zwängen, Erwartungen, Wiederholungen? Wo fühlst du dich im Mangel? Was kannst du „sowieso“nicht erreichen?…

Wenn du dir diese oder ähnliche Fragen stellst und ehrlich beantworten kannst, bist du schon ein gutes Stück weit gegangen in deiner Agenda des Erwachsen- Werdens, des Wachsens in deine Eigenverantwortung und deine Freiheit hinein. Du kannst nämlich schon erkennen, in welchen Bereichen du dich blockierst. Du kannst immer mehr sehen, wer du glaubst zu sein, wer du (noch) nicht bist – oder was du denkst: was du auf gar keinen Fall jemals zu erreichen glaubst oder du bestimmt nie können wirst…

Und immer wenn du wieder mit der Nase genau auf diese Themen gestossen wirst, du immer wieder in diese Erfahrungen hineintauchst – genau dann lernst du. Es klingt für den Einen oder Anderen vielleicht eigenartig – aber genau in diesen Situationen, in denen du dich hilflos, schwach oder als unzureichend erfährst, machst du  genau die Erfahrungen, die dich wachsen lassen. Zunächst unbemerkt und dann immer deutlicher kannst du klar die Zusammenhänge fühlen, kannst du erkennen, was da mit dir geschieht. Und irgendwann kommt das Verstehen, das „Warum“ dazu. Sei nur mutig und bleib dran – trau dich hinzuschauen, hinzufühlen, dich einzulassen. Verdränge deine Gefühle nicht mehr länger! Es ist manchmal nicht schön –  es ist oft anstrengend – manchmal ist es auch hilfreich, sich unterstützen und stützen zu lassen- aber es lohnt sich wirklich. Der Lohn sind letztendlich Freiheit, Gelassenheit, Vertrauen, Wachstum in deine eigene Selbst- Verständlichkeit hinein. Du wirst erkennen, dass vieles ganz anders ist, als du dir bisher dachtest oder du gelernt hast. Das Potenzial steckt IN dir – und das so viel mehr als du vielleicht noch glaubst.

Lebensthemen…

Das Vertrauen in mich finden ist eines meiner wichtigen Lebens- Themen. Und natürlich das Thema meiner Freiheit. Beides ist eng miteinander verknüpft – denn wie soll ich Freiheit leben, wenn ich kein Vertrauen habe- zu mir – in mich? Wie könnte ich denn unabhängig sein, mich nicht allein fühlen, mutig sein, mich trauen meinen Weg zu gehen, ohne mir selbst zu vertrauen?

Vertraust du dir?

Ich habe ein tiefes Grundvertrauen in mir und fühle einfach – alles ist gut, es geht immer weiter, mir wird nichts“passieren“ und ich bin gehalten. Ich habe auch viel Vertrauen zu anderen Menschen. Ich traue ihnen und glaube meist, was sie sagen. Warum sollten sie auch lügen? Ich bin sehr offen und ehrlich- warum sollte ich lügen oder mich verstellen, um einen Vorteil zu erlangen? Ja, ich lernte mich anzupassen, um dazu zu gehören. Dennoch blieb ich immer sehr offen und vertrauensvoll. Dafür war ich jedoch auch immer sehr anfällig für Manipulationen und Lügen. Ich war oft blauäugig, schnell „übers Ohr zu hauen“. Oft bekam ich gesagt, ich sei dumm oder zu vertrauensselig. Ich konnte jedoch nie verstehen, warum das schlecht sein soll, wenn man vertrauensvoll auf andere zu geht. Ich blieb dabei, denn ich konnte gar nicht anders.

Doch dieses Grund- Vertrauen in das Leben und in andere Menschen reichte anscheinend nicht so ganz für mich selbst. Da war immer ein Teil in mir, der verglich, der zweifelte, mich selbst bemängelte und wusste, daß ich nicht genüge. Der Glaubenssatz „ich bin nie gut genug“ untergrub das Vertrauen in mich selbst, in meinen Erfolg, in meine Wahrnehmung. Rückblickend sehe ich, dass es unter anderem auch dieser Glaubenssatz war, der mich zu Höchstleistungen anspornte, der mich immer wieder über meine Komfortzone hinausgehen ließ. Doch es war unglaublich anstrengend. Ich bemühte mich und strengte mich an richtig, passend, gut genug zu sein. Statt mir selbst und meinen Gaben, Talenten und Fähigkeiten zu vertrauen – ja sie überhaupt wirklich wahrzunehmen, kennenzulernen und anzuerkennen- war ganz klar, dass ich nicht genug bin. Irgendwann habe ich endlich gemerkt, dass da was verkehrt läuft. Es dauerte allerdings ziemlich lange. Ohne die vielen Situationen voller Frust, Traurigkeit und Hilflosigkeit, ohne die vielen Migräne -Attacken hätte ich wohl noch länger und noch mehr „davon“ gebraucht, um zu erwachen. Ich lernte das Muster zu erkennen und verstand mich selbst immer mehr. Ich begann anders zu handeln.

Jetzt bin ich tatsächlich so weit, die Zusammenhänge, die Ursachen und mein Verhalten zu erkennen und an- zu erkennen. Diesen Glaubenssatz ich wäre nie gut genug habe ich nun abgelöst. Ich brauche ihn nicht mehr. 

Stattdessen bin ich mehr mit mir verbunden und habe entdeckt, dass ich mir sehr wohl vertraue – ich habe es eigentlich die ganze Zeit getan. Das Vertrauen zu mir und in mich war nur versteckt unter der Anpassung, der nach außen gerichteten Aufmerksamkeit. Jetzt lerne ich immer mehr, meiner Wahrnehmung zu vertrauen und meinem Weg zu folgen. Ich spüre mich gut, vertraue meinen Sinnen. Ich weiß, dass meine Seele in mir vollständig Platz genommen hat und daß ich auch diese Seele bin. Ich lass mich also von mir selbst führen.

Und da bin ich dann  sogleich bei meinem weiteren großen Thema: meine innere und äußere Freiheit. Die erst durch das Verstehen und Erfahren meines bisherigen Weges und dieser neuen Anbindung an mich entstehen konnte. Eben vor allem durch das Vertrauen in mich selbst, meine Kraft und meine innere Führung kann ich nun authentisch und ohne mich dauernd zu vergleichen meinen Platz einnehmen. Ich fasse immer mehr Mut, meine Einzigartigkeit an zu erkennen, zum Ausdruck zu bringen, zu leben. Ich habe den Mut, nach vorn zu treten – heraus aus der Menge des Gleichen und und des „Normalen“. Ich sage Ja zu mir – ganz selbstverständlich lasse ich meine Stimme erklingen, fülle den Raum mit MIR. Egal, was jemand anderer denkt oder sagt, ganz egal was erwartet wird. Das ist Freiheit für mich.

So schließt sich also der Kreis. Mein größtes inneres Hindernis war der Schlüssel zu diesem Potential. Da, wo ich immer wieder an meine Grenzen stieß – da entlang führte der Weg für mich in meine Freiheit, in meine Kraft hinein.

Die Challenge war es, zu lernen mir zu vertrauen, mich als machtvollen Schöpfer zu erkennen und dadurch frei zu sein. Ich möchte nun andere damit  inspirieren und motivieren auch genau DAS zu tun. Denn tatsächlich habe ich noch etwas erkannt: Vertrauen gehört zu meinen Stärken.

Also sei aufmerksam, nimm die Herausforderungen an, die dein Leben dir bringt. Sie bergen den Schatz, den du heben sollst.

Das Thema, welches bei dir „dran“ ist, wird sich zeigen. Immer wieder. Immer zur rechten Zeit. Und so lange, bis du es erkennst und du dir bewusst bist, worum es geht. Und wenn es in deinem Bewusstsein angekommen ist – beobachte, erfahre, lerne, heile, werde frei.

Gehe Schritt für Schritt hindurch. In deinem Tempo. Es geschieht einfach.

Lass es zu. Vertraue.

Ich wünsche dir eine wunderbare Challenge, die dich gewiss sehr weit bringen wird, wenn du dich darauf einlässt.

 

Jeanett Amberger

 

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